NORD-OSTSEE-RUNDSPRUCH NR. 196 – KW 9 / 2018


Kalendarium

Heute ist der 63. Tag des Jahres, noch 302 Tage bis Jahresende
Namenstag: Kasimir, Edwin
Neustadt/Holst.: Sonnenaufgang 06:57 Uhr, Sonnenuntergang 17:58 Uhr, Tageslänge 11 h 1 min.
Bredstedt: Sonnenaufgang 07:05 Uhr, Sonnenuntergang 18:05 Uhr, Tageslänge 11 h 0 min.

In den nächsten Tagen lohnt ein Blick in den Abend- und Morgenhimmel: Dort ist ein kleines Stück rechts von der strahlend hellen Venus deutlich der Merkur zu erkennen, was in dieser Konstellation nicht allzu oft der Fall ist.


Der Nord-Ostsee-Rundspruch ist das Amateurfunkmagazin für die Region zwischen den Meeren mit Tipps, Meldungen und Hinweisen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg und ist eine Produktion des DARC-Distriktes Schleswig-Holstein. Die Redaktion hat Michael, DL9LBG, und er ist hier für Euch auch am Mikrofon der Distrikts-Clubstation DLØSH. Diese Sendung läuft derzeit mehrmals in der Woche im Programm von AFU-Webradio.de (z. B. heute Abend um 18:00 Uhr) und wird im Programm von "SATzentrale – Dein Technikradio" am kommenden Mittwochabend um 21:00 Uhr gesendet. Die Kollegen vom Dörenberg-Rundspruch übernehmen diese Sendung ebenfalls auf der Kurzwellenstation DLØZO, zu hören im Großraum Osnabrück auf 3670 kHz (±QRM) im 80-m-Band.


S-H: Erich Salewski – ex DJ1PV – silent key

Am 24.02. erschien in den Kieler Nachrichten eine Traueranzeige [http://m.kn-trauer.de/traueranzeige/erich-salewski/53011407], nach der OM Erich Salewski, ex DJ1PV, am 16.02. im Alter von 94 Jahren verstorben war. Nach unseren Recherchen war Erich Mitglied des DARC-Ortsverbandes Kiel-Nord, M31, und wohnhaft am Kieler Ostufer. Er war seit 1952 lizenziert. Im vergangenen Jahr war sein Call nicht mehr in der Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur aufgeführt. Weltweit bekannt wurde Erich, DJ1PV, im Jahr 1996, als er eine lange geplante DXpedition auf den Philippinen organisierte und durchführte. Einen umfangreichen Bericht darüber findet man auf der OV-Website von Kiel-Nord www.darc.de/der-club/distrikte/m/ortsverbaende/31/berichte.

Die Trauerfeier fand am vergangenen Dienstag (27.02.) in der Trauerhalle des Bestattungshauses Paulsen in der Feldstr. 47 in Kiel statt, die Seebestattung findet im engsten Familien- und Freundeskreis zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Zu Ehren von Erich, DJ1PV, bitte ich um einen Moment der Stille auf den Relais.


S-H: OV Grömitz, M10, lädt ein zur Jahreshauptversammlung am 20. März

Der OVV des DARC-Ortsverbandes Grömitz, M10, Andreas, DG9LBD, und seine Schriftführerin Kristiane, DO9LBD, haben uns wieder einmal zum OV-Abend eingeladen, worüber wir uns immer wieder sehr freuen. Der kommende OV-Abend vom OV Grömitz ist gleichzeitig die Mitgliederversammlung für das Jahr 2018 und findet am Dienstag, dem 20.03., um 19:30 Uhr statt, wie immer im OV-Lokal "Dorfschänke" in Merkendorf nahe der A1-Abfahrt Neustadt/Pelzerhaken. Neben den Berichten des OV-Vorstandes steht eine Beschlussfassung über die Nutzung des aktuellen OV-Vermögens auf der Tagesordnung.


HH: YL-Treffen am 18. März beim NDR-Fernsehen in Hamburg-Lokstedt

Die YL-Referentin des DARC-Distriktes Hamburg (E), Carmen, DL4HAZ, lädt alle YLs und mitreisende OM zum Frühjahrs-YL-Treffen ein. Dieses findet am übernächsten Sonntag (18.03.) um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt ist das Konferenzzentrum/Raum K2 beim NDR-Fernsehen im Hugh-Greene-Weg 1 in Hamburg-Lokstedt. Geplant ist ein Rückblick auf die YL-Aktivitäten des vergangenen Jahres sowie eine Vorschau auf bereits bekannte Termine für YL-Aktivitäten des Distriktes Hamburg in diesem Jahr, insbesondere ein Besuch des Museumsfeuerschiffs "Elbe 1" am 12.05. anlässlich des Hamburger Hafengeburtstages.

Carmen, DL4HAZ, betont, dass auch YLs aus den Nachbardistrikten (z. B. aus Schleswig-Holstein) herzlich willkommen sind. Sie bittet um eine formlose Anmeldung per eMail, die Adresse lautet DL4HAZ@darc.de.


S-H/HH/MVP: Treffen der Diplomsammler Waterkant (DSW) vom 31. Mai bis 3. Juni in Schwentinental

Das Treffen der Diplomsammler Waterkant findet in diesem Jahr in Schleswig-Holstein statt, genauer gesagt im Hotel "Rosenheim" in der Preetzer Str. 1 in Schwentinental, OT Raisdorf. Genaueres zum DSW-Treffen steht lt. der DSW-Homepage http://dsw.mb4ham.de noch nicht fest. Das Treff-Wochenende vom 31.05.–03.06. (Donnerstag bis Sonntag) fällt auf das Wochenende der HAM RADIO in Friedrichshafen. Anmeldeschluss für das DSW-Treffen ist bereits am 31.03., deshalb weise ich bereits heute auf das DSW-Treffen hin. Bitte meldet Euch bei Dieter, DK4VF, damit er die Teilnehmerliste erstellen kann; seine eMail-Adresse lautet DK4VF@darc.de.


Sendemasten des Langwellensenders Donebach und des MW-Senders Thurnau wurden gesprengt

Vorgestern (02.03.) fielen nach einer eindrucksvollen Synchronsprengung [www.youtube.com/watch?v=HNMbodNv-Sw] die beiden Masten des früheren Langwellensenders Donebach (Odenwald), von dem aus der Deutschlandfunk von 1967 bis 2014 sein Programm auf 153 kHz (früher auch 151 und 155 kHz) verbreitete. Die Masten waren mit einer Höhe von 363 m nach dem Berliner Funkturm am Alexanderplatz die zweithöchsten Bauwerke Deutschlands. Bei uns in Schleswig-Holstein war der Empfang auf 153 kHz immer ein wenig zu "dünn" für den Alltagsempfang, zumal die RTTY-Wettersendungen aus Pinneberg (nur 5 kHz tiefer) Störgeräusche beim Empfang verursachten. Der Betrieb des LW-Senders wurde obsolet, nachdem Umfragen des DLF über die genutzten Empfangswege, die in den vergangenen Jahren u. a. über die hauseigene Zeitschrift "Programm und Information" durchgeführt wurden, belegten, dass die Hörerzahlen des Empfangswegs "Langwelle" gegen Null tendierten, da kaum noch Radios mit Langwellenbereich in den Haushalten vorhanden sind. Somit waren die jährlichen Betriebs- und Wartungskosten des Langwellensenders in Höhe von mehreren Millionen Euro gegenüber den Rundfunkbeitragszahlern nicht mehr zu rechtfertigen, zumal alle vier Programme des Deutschlandfunks nahezu flächendeckend per UKW und DAB+ in guter Qualität empfangbar sind – auch in vielen Regionen des benachbarten Auslands. So sind beispielsweise die DLF-Sender Flensburg auf UKW (103,3 MHz) sowie Bungsberg (101,9 MHz) sowie die DAB+-Aussendungen problemlos in OZ auf Lolland, Fünen und bis nach Kolding zu empfangen. Der DLF-Sender Brotjacklriegel im Bayerischen Wald auf 100,1 MHz erreicht wiederum weite Teile West-Österreichs und Tschechiens. Die UKW-Sender des DLF im Südschwarzwald und am Bodensee sind in der gesamten deutschsprachigen Schweiz und im Elsass rauschfrei aufzunehmen.

Des Weiteren wurden am vergangenen Dienstag (27.02.) die Masten des früheren DLF-Mittelwellensenders in Thurnau/Oberfranken gesprengt. Dieser Senderstandort stellte ein Relikt des "Kalten Krieges" dar, so wurden von dort die südlichen Teile der DDR mit dem Programm des Deutschlandfunks versorgt. Der frühere MW-Sender in Arpsdorf bei Neumünster dagegen ist immer noch vorhanden, ebenso die Sendeanlage des ehemaligen DLF-Senders Nordkirchen bei Recklinghausen.

[Update 05.03.:] Wie unser Hörer Thorsten, DK6TD, berichtet, wurden vor ca. drei Wochen die Masten des MW.-Senders Arpsdorf bei Neumünster zu Fall gebracht, in der vergangenen Woche wurden nach seinen Beobachtungen die Überreste der Masten entfernt.

Der Empfang auf Langwelle macht trotz allem weiterhin viel Spaß! Auf der freigewordenen Frequenz 153 kHz kann man jetzt nach Einbruch der Dunkelheit recht brauchbar ein Programm aus Norwegen vom Langwellensender auf der Insel Ingøy im Nordmeer empfangen oder ein Programm aus Rumänien – beide Sender kann man gut per Peilung mit einer Ferrit- oder Rahmenantenne voneinander trennen. BBC Radio 4 auf 198 kHz und der Polnische Rundfunk auf 225 kHz kommen mit guter Feldstärke bei uns herein. Auch die französischen Programme von RTL, Europe 1 und RMC (Radio Monte Carlo) können abends recht anhörbar auch hier im Norden empfangen werden. Der französische LW-Sender in Allouis auf 162 kHz sendet weiterhin einen "stummen Träger", nachdem sich nach der Einstellung des Programms "France Inter" kein neuer Interessent als Programmlieferant gefunden hatte – nun dient der LW-Sender auf 162 kHz zumindest noch als Zeitzeichensender. Danmarks Radio sendet auf 243 kHz zumindest stundenweise dreimal täglich ein Programm mit Nachrichten, Seewetter und interessanterweise Frühgymnastik in der Morgensendung. Obwohl der Sender Kalundborg nur mit 50 kW Sendeleistung arbeitet, kommt er in Schleswig-Holstein in Ortssenderqualität herein. Außerhalb der regulären Sendungen arbeitet der Sender "stumm" mit nur 100 mW und bietet somit ein interessantes Feld für Empfangsversuche.

Baut doch mal ein einfaches Audion [www.elektronik-labor.de/HF/Langwelle.html] mit Material aus der Bastelkiste auf; es ist erstaunlich, was mit wenig Mitteln aus der guten alten Langwelle immer noch herauszuholen ist.


Netzfrequenz-Schwankungen lassen Radiowecker nachgehen

Habt Ihr euch in den vergangenen Tagen auch gewundert, dass Eure Uhren im Radiowecker und im Backofen und auch mechanische Schaltuhren des Öfteren um bis zu einige Minuten nachgehen? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Diese so genannten Synchronuhren leiten ihre Zeitreferenz von der 50-Hertz-Netzfrequenz ab. Durch erhöhte Netzlasten, verursacht durch den winterlichen Strom-Mehrbedarf konnten die 50 Hertz in den vergangenen Tagen vielerorts nicht exakt eingehalten werden. Die Netzfrequenz sank zwar nur äußerst minimal, dies macht sich in der Summe als Zeitbasis für Uhren aber eben doch bemerkbar. Eine genaue Beschreibung über die Hintergründe der Netzfrequenzschwankungen können in einem Beitrag auf www.heise.de/newsticker/meldung/Zeit-Synchronisation-per-Stromnetz-Energieknappheit-laesst-Uhren-nachgehen-3984126.html nachgelesen werden.


Regionale VHF-/UHF-Conteste in unserer Region

Im UKW-Contestkalender des DARC finden wir für heute und die kommende Woche folgende UKW-Wettbewerbe in unserer Region:


Vorhersage der UKW-Bedingungen in und um Schleswig-Holstein (herausgegeben von Michael Eggers, DL9LBG)

Die Wetterlage: Ein Tiefdruckwirbel über dem Ostatlantik nähert sich uns mit großen Schritten. Heute ist aber noch einmal das abziehende Hochdruckgebiet über Skandinavien mit trockener Festlands-Kaltluft wetterbestimmend. In Schleswig-Holstein scheint heute öfter die Sonne, entlang der Ostseeküste auch länger anhaltend. Die Tageshöchsttemperaturen liegen heute nördlich des Kanals noch bei –2 °C, in Südholstein können heute erstmals seit Langem wieder Plusgrade erreicht werden. Der Wind weht heute mäßig bis frisch aus Südost, der auch stark böig werden kann. In der kommenden Nacht wird’s dann ungemütlich: Von der Elbe her zieht dichte Bewölkung mit Schnee auf, der gegen Morgen in Regen übergeht. Die Temperaturen fallen auf –1 bis –4 °C. Ab morgen ist dann der Dauerfrost vorbei – die Tagestemperaturen erreichen +6 °C und es ist wechselnd bewölkt. Auf UKW sieht es aufgrund der ungünstigen Strömungsverhältinsse eher traurig aus: In ganz Europa gibt es nirgends Tropozonen, angehobene VHF-Bedingungen sind nicht zu erwarten.


Ende des Nord-Ost-RS Nr. 196 vom 04.03.2018

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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