BAYERN-OST-RUNDSPRUCH NR. 27/03 VOM 14.08.2003

Redaktion: Steffen Schöppe, DL7ATE


Sommerpause in den OVs

Im Monat August fallen in den Ortsverbänden :

Landau/Isar, U07
Landshut, U08
Passau, U11
Regensburg, U13
Straubing, U14
Wegscheid, U19

die regelmäßigen Treffen wegen der Urlaubszeit aus. Im September geht es jeweils im normalen Turnus weiter.

Info: OVVs


OV Amberg, U01

Die Amberger Funkamateure feierten ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum

50 Jahre Amateurfunk in Amberg!

Dies wussten die Verantwortlichen des hiesigen Ortverbandes in ihrem Clubheim im ehemaligen Wachhaus des aufgelösten Munitionslagers in Atzlricht würdig zu feiern. Hobbyfreunde aus dem gesamten Bezirk Oberpfalz-Niederbayern und sogar aus Tschechien, Hassfurt oder Ingolstadt waren gekommen, um mitzufeiern. Feierlich gestaltet wurde der Einweihungsgottesdienst durch Diakon Anton Fütterer von der Pfarrei St. Georg, der gekonnt auf die Belange der Funkamateure als weltoffene, völkerverbindende Interessengruppe einging und in seiner Ansprache dem gesprochenen Wort wertvolle Bedeutung zumaß. Nur so könne man Gott und die anderen Funkpartner auf der ganzen Welt verstehen. Die Familie Zapf aus Högling umrahmte musikalisch die Einweihungsfeierlichkeiten.

Der OVV Manfred Heisel, DL5RCJ, war sich der Ehre durchaus bewusst, gerade in seiner Amtszeit das 50-Jährige feiern zu können und war stolz darauf, diesem aktiven Ortsverband vorzustehen. Er bedankte sich in seiner Festrede bei allen Vereinsmitgliedern, die halfen, dieses neue Domizil in seinen jetzigen Zustand zu versetzen. Dass DLØAO – wie das Rufzeichen der Amberger Clubstation lautet – inzwischen weltweit bekannt ist, zeugt von der Internationalität der Amberger und nicht zuletzt vom hervorragenden technischen Zustand der Anlagen, die in jahrelanger Arbeit entstanden sind. Heisel ließ einige seiner Funkkontakte mit dem Ausland Revue passieren, in denen Amberg immer wieder als liebenswerter Ort geschildert wird, an den sich Ehemalige immer wieder gern erinnern. So ein Funkpartner aus Pennsylvania, der sich begeistert an die Dult und an das gute Bier erinnerte, als er hörte, dass sein Funkpartner aus Amberg ist, wo er in der Möhlkaserne stationiert war.

Die anwesenden Festredner Bürgermeister Josef Triller, die Landtagsabgeordneten Kustner und Donhauser, der stellvertretender Landrat Hermann Völlger und der Vorsitzende des Bezirks Oberpfalz-Niederbayern im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) Hans Reyzl betonten u. a. die hervorragende Jugendarbeit der Amberger Funker. Alle freuten sich, dass von diesem neuen Domizil aus eine "Brücke zur Welt" geschlagen wird und hier in Atzlricht das "Ohr in den Äther" beheimatet ist, egal ob über Sprechfunk, mit Hilfe des Morsealphabets oder mit Hilfe computergestützter digitaler Funkübertragung.

Die anwesenden Gründungsmitglieder Hans Dötsch, DJ1PC, Helmut Sokol, DJ1OD, der extra aus Ingolstadt angereist war und der später zum Club gekommene Heinz Kres, DJ2DZ wurden als Funkamateure der ersten Stunde geehrt. Hans Schmeißner, DJ1OC war es leider nicht möglich gewesen, anwesend zu sein.

Als Abschluss der Festveranstaltung stellte Helmut Appel, DK6NJ, die Festschrift vor, die er als solche und als Vereinsgeschichte von 1953 bis 2003 zusammengestellt hatte. Appel dankte allen, die mitgeholfen hatten und Erinnerungen und Material dafür zur Verfügung stellten. Nur so konnten die vergangenen 50 Jahre im Ortsverband Amberg akribisch aufgearbeitet und die Aktivitäten und die Weltoffenheit der Amberger Funker aufzeigt werden.

"Mein Leben mit dem Amateurfunk – DJ1PC erzählt" betitelte Zeitzeuge und Gründungsmitglied Hans Dötsch aus Neubernricht seine Erinnerungen, die er interessant formuliert und mit alten Fotos aus der Anfangszeit ergänzt hatte. Rückblicke auf die Gründerjahre, frühere Vorstandschaften, Entwicklung der Mitgliederzahlen von anfangs fünf auf mittlerweile knapp 110, Ausbildungskurse zum Amateurfunkzeugnis, die Vorstellung der Jugendgruppe, Erinnerungen an die frühere Clubstation in Garsdorf, Ergebnisse über die erfolgreiche Teilnahme an internationalen Funkwettbewerben fehlen darin ebenso wenig, wie eine Übersicht über besondere Leidenschaften einiger Amberger, die neuartige Ausbreitungswege erforschen oder Funk-Expeditionen in entfernte Länder durchführen. Ein besonderes Kapitel ist der Spitzbergen-Expedition von Michael Neubauer, DJ6BO, und Adi Schmidt im Jahre 1960 gewidmet, die über den Amateurfunk den Kontakt mit der Heimat hielten.

Viele Freunde waren gekommen, um anschließend die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen, einer Funkverbindung zu lauschen und ob des heißen Wetters bei einem kühlen Getränk in Erinnerungen zu schwelgen.

Info: Wolfgang Wessely, DJ3TF


OV Straubing, U14

Der Ortsverband Straubing veranstaltet zusammen mit der Marinekameradschaft Admiral Graf Spee und dem Flottenkommando der Marine aus Flensburg am Freitag, dem 15.08., um 10:00 Uhr, eine Amateurfunkvorführung. Ort ist die Empore in der Frauenhofer Halle (zugleich die Stadthalle in Straubing) Hallennummer 16 am Stand der Marinekameradschaft Admiral Graf Spee. Es ist eine Kurzwellenstation aufgebaut die durch OM Sepp, DL5RJ, mit dem Ausbildungsrufzeichen DN1SR betrieben wird.

Das Flottenkommando der Marine hat die Genehmigung zu einem QSO mit der Fregatte Schleswig Holstein erteilt. Die Fregatte befindet sich zur Zeit im Einsatz im Mittelmeer und wird in der Nähe der türkischen Küste auf Empfang sein. Hierzu auch Dank an den Pressestab des Marinekommandos in Flensburg. Der Kontakt wird auf 20 m in SSB erfolgen.

Sollte das Funkwetter nicht mitspielen wird ein weiterer Sked mit der Marinefernmeldeschule in Flensburg auf 40 m erfolgen. Dort wird OM Volker, DH1LAO, unter dem Rufzeichen DLØMFS QRV sein. Hier können alle Interessierte also auch nicht lizenzierte QSOs unter dem Ausbildungsrufzeichen fahren.

Wir hoffen auf gute Bedingungen auf 20 und 40 m und würden uns über zahlreichen Besuch sehr freuen.

Info: Sepp, DL5RJ, Ausbildungsbeauftragter U14


"Klasse-2-ist-erstklassig"-Contest

Die Aktivitätsgruppe Wolfsburg-Gifhorn (AWG) begrüßt alle Funkamateure mit Zeugnisklasse 2 auf der Kurzwelle. Ihnen zu Ehren sowie zur Steigerung der Aktivität auf den Amateurfunkfrequenzen wird folgender Wettbewerb ausgeschrieben:

Alle (ehem). UKW-Funkamateure sind aufgefordert, die Chance zu nutzen um noch in diesem Jahr auf Kurzwelle QRV werden und ihren DOK zur Verfügung zu stellen. Ggf. kann die Clubstation des Ortsverbandes benutzt werden, falls noch keine eigene Technik vorhanden ist.

Ausschreibung
Zeitraum: Ab dem Tag der Freigabe der Kurzwelle für deutsche Funkamateure mit Zeugnisklasse 2 bis zum 31.12.2003

Zu arbeitende Stationen:
Funkamateure der Klasse 2 (DB, DC, DD, DG) arbeiten alle andere, auch ausländische Stationen. Funkamateure der Klasse 1 (DF, DH, DJ, DK, DL, DM) arbeiten Funkamateure der Klasse 2

Austausch: RS(T), DOK und "QSL 100 via büro"

Bänder: 1,8 bis 28 MHz

Betriebsarten: Alle

Punkte: Für jedes QSO 1 Punkt. Multiplikator: Jedes Band, auf dem mindestens 11 QSO geführt wurden.

Logbuch: Mit üblichen Angaben bis zum 11.01.2004 an den AWG-Contestmanager Rainer Arndt, DL9OE, ....., gerne auch per E-Mail: ......

Der Sieger erhält den begehrten "AWG-Becher". Ferner gibt es Urkunden für die ersten elf Plätze.

Info: Karsten Radwan, DL2ABM, AWG-Sekretär


Terminvorschau für den Zeitraum Freitag, 15.08., bis Sonntag, 24.08.

Freitag, 15.08.
19:30 U30 im Gasthaus "Alte Post" in Pocking, Simbacher Straße


Das war's! Ein schönes Wochenende, eine angenehme Woche, sowie viel Spaß auf den Bändern wünscht Steffen, DL7ATE


Ende des Bayern-Ost-RS 27/03 vom 14.08.2003

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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