SCHLESWIG-HOLSTEIN-RUNDSPRUCH NR. 50/03 VOM 08.12.2003


Eggert Timm, DL6FV, Silent Key

Am vergangenen Donnerstag, 04.12., verstarb nach längerer Krankheit, aber dennoch unerwartet, unser Funkfreund Eggert, DL6FV, aus Nortorf im Alter von 76 Jahren.

Eggert war derjenige, der im OV Nortorf immer - meist im Hintergrund - die organisatorischen Fäden zog. Insbesondere bekannt und beliebt war er für seine humorvolle Art - so kommentierte er seinen letzten Platz beim Anfahrtsmobilwettbewerb Nortorf mit dem Statement "Fast gewonnen!" - Das war Eggert live!

Er war seit 1957 Mitglied im DARC und Mitbegründer des Ortsverbandes Nortorf, dem er über viele Jahre vorstand. Außerdem war er eine Zeitlang als stellvertretender Distriktsvorsitzender tätig. Er war ständiger Gast bei den OV-Abenden der benachbarten Ortsverbände. Als besondere Aktivität bewahrte er sich bis zuletzt die Teilnahme an Mobilwettbewerben.

(Anm. d. Red.: Eggert, DL6FV, war übrigens mein allererster QSO-Partner - in meiner Logbuch-Datenbank wird er somit für immer ganz oben als Erstes erscheinen, HI.)

Viele Newcomer wurden durch ihn an unser schönes Hobby herangeführt, von ihm gefördert und mit Rat und Tat unterstützt. Eggert war Freund und Vorbild zugleich!

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden ihn nicht vergessen.

Die Trauerfeier findet am kommenden Freitag, um 14:00 Uhr, in Nortorf statt.


Auflösung der Räumlichkeiten von M25

Der OV Kiel-Ost, M25, verlässt seine OV-Räume am Seefischmarkt. Dort sind noch z.B. Teppiche, Gardinen, Geschirr, Möbel, 3 QSL-Kästen u. a. zu verschenken. Vielleicht werden einige dieser Dinge von Euch oder auch Nichtamateuren gebraucht - wäre schade, wenn die Sachen auf dem Sperrmüll landeten. Also meldet Euch bitte bei Lothar, DF1LU, unter der Tel.-Nr.: (04 31) 7 92 57 oder per eMail DF1LU@aol.com.

(Info von Lothar DF1LU)


Reaktionen auf den Funkflohmarkt M25

Ich habe mich über das rege Interesse und die Kauffreudigkeit zum Auskehr-Funkflohmarkt des OV Kiel-Ost am Sonnabend, dem 29.11., sehr gefreut. Viele Freunde auch aus dem ferneren Umland waren gekommen. Es ist einiges der Lebenspartnerin des verstorbenen OM Karl-H. Rost zugekommen, und der OV hat auch noch einiges eingenommen. Auch der Punsch und die geschmierten Brote sind gut weg gegangen. Damit war der Start in die Adventszeit genau richtig.

Die besten Wünsche für das anstehende Fest vom Vorstand des Ortsverbandes Kiel-Ost, M25.

Lothar Deckert, DF1LU, OVV


Mehr Personal für die RegTP

Der Personalbestand der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) soll um 60 Planstellen aufgestockt werden. Dies geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hervor. Nach Angaben des Blattes sei die Aufstockung des Mitarbeiterstabes deshalb erforderlich, weil die RegTP ab 01.07.2004 auch die Aufsicht über die Strom- und Gasmärkte übernehme. Dazu werde in der Behörde eine neue Abteilung mit zwei Beschlusskammern eingerichtet.

Die neuen Planstellen sind im Entwurf des Bundeshaushalts 2004 enthalten, der am 28.11.2003 vom Bundestag verabschiedet wurde. Ursprünglich - so die FAZ - hatte die Regulierungsbehörde einen Personalmehrbedarf von 120 bis 160 Stellen angemeldet.

quelle: www.funkmagazin.de


Vorstandsinformation: Veröffentlichung des Frequenznutzungsplans

Aufgrund einer Mitteilung hat die RegTP in ihrem Amtsblatt vom 19.11.2003 den vollständigen Frequenznutzungsplan für die Bundesrepublik Deutschland am 20.11.2003 in Kraft gesetzt. Es handelt sich dabei um eine umfangreiche Übersicht über alle Frequenznutzungen im Frequenzbereich von 9 kHz bis 275 GHz.

Der Frequenznutzungsplan besteht aus insgesamt 462 Teilplänen und ist in Tabellenform als Loseblattsammlung zusammengestellt. Die Tabellen enthalten Angaben über die Frequenzbereichszuweisungen an Funkdienste, über die in der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung enthaltenen Nutzungsbestimmungen sowie über die in einzelnen Frequenzteilbereichen zulässigen Frequenznutzungen und deren Frequenznutzungsbedingungen.

Der Amateurfunkdienst wird nur mit seinen Frequenzbereichen veröffentlicht. Bezüglich der technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen wird im Wesentlichen auf die Amateurfunkverordnung verwiesen.

Exemplare des Frequenznutzungsplanes können bestellt werden bei Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) Dienststelle 214 a - FreqNP -, Tulpenfeld 4 in 53113 Bonn; per Fax (02 28) 14 61 25, per eMail Wolfgang.Becker@regtp.de.

Die Geschäftsstelle des DARC wird zunächst ein Exemplar des Frequenznutzungsplanes bestellen und eine umfangreiche Sichtung vornehmen. Einige Fragen ergeben sich bereits in Bezug auf für den Amateurfunkdienst geltende anders lautende Verfügungen.

Der vollständige Frequenznutzungsplan kann auch in elektronischer Form als PDF-Datei mit Lesezeichen (622 Seiten, 5 MB) eingesehen werden. Ein Ausdruck oder eine Textentnahme ist nicht möglich. Sehen Sie hierfür unter www.regtp.de unter Regulierung Telekommunikation/Frequenzordnung/Frequenznutzungsplan.

[Quelle: DARC-Vorstandsinformationen, gekürzt]


Info zu AFu-Prüfungen Klasse 1 und 2

Hier eine wichtige Information zu Amateurfunkprüfungen aus gegebenen Anlass:

Für die Klassen 1 und 2 wird in der Theorie folgendes geprüft: Kenntnisse von Vorschriften (40 Fragen); Betriebsdienst (40 Fragen); Technik (50 Fragen).

Die Prüfungsfragen sind für beide Klassen gleich. Bei der Technik gibt es für jede gelöste Frage 2 Punkte, bei den Vorschriften/Betriebsdienst jeweils 2,5 Punkte. Für das erfolgreiche Bestehen der Prüfung sind jeweils 75 Punkte erforderlich. Ab 70 Punkte kann eine mündliche Nachprüfung erfolgen.

Wird die Klasse 1 beantragt, ist zusätzlich eine Telegrafieprüfung, wahlweise mit dem Tempo 60 oder 25 abzulegen.

Bei den Prüfungen zur Erlangung einer Genehmigung (Sendelizenz) wird immer noch nach dem gültigen Amateurfunkgesetz gehandelt. Die Inhaber der Klasse 2 dürfen lt. Verfügung auf Kurzwelle arbeiten, aber das ist nur geduldet, bis das Amateurfunkgesetz geändert ist. Prüfung und Betrieb sind also zweierlei Schuhe. Die irrige Meinung, dass für die Klasse 1 kein CW mehr gefordert wird, ist also falsch!


Kurzwellen-Funkbetrieb mit Klasse 2 im Ausland - bitte beachten!

Aus aktuellem Anlass und um vielen Irrtümern vorzubeugen: Deutsche Klasse-2-Inhaber dürfen im Ausland nur dann auf Kurzwelle Funkbetrieb machen, wenn das jeweilige Land dies auch national freigegeben hat! Dazu gehören in Europa zur Zeit NUR folgende Länder: Schweiz, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Irland und Luxemburg.

Wer also als deutscher Klasse-2-Inhaber z. B. im Urlaubs-QTH in Spanien oder Portugal unterhalb 30 MHz auf die Sendetaste drückt, macht sich strafbar. Bitte beachtet die nationalen Bestimmungen!


Feuerschiff XXI - oder: OZ7DAL - Funkbetrieb für Jedermann

Wie Manfred, DO7LM, und Günter, OZ1EOL, mitteilen, besteht die Möglichkeit, auf dem Feuerschiff XXI, einem Leuchtturm auf einem Schiff, Funkbetrieb mit dem Call OZ7DAL durchzuführen. Übernachtungsmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.

Das Feuerschiff liegt in Ebeltoft/OZ vor Anker, dieser Ort liegt sozusagen unter der "Nase" der Halbinsel Jütland. Feuerschiff XXI ist Bestandteil eines Schifffahrtmuseums, dessen Exponate aus alten hölzernen Schiffen besteht.

Weitere Infos zu Feuerschiff XXI und OZ7DAL findet man im Internet unter www.oz7dal.dk. Die Webseite ist in Dänisch und Englisch gehalten.


Amateurfunkflohmarkt des OV Kiel, M06

Am 01.02.2004 führt der DARC-Ortsverband Kiel, M06, seinen nun schon traditionellen Amateurfunkflohmarkt durch. Er findet statt im Kulturzentrum Hof Akkerboom, Stockholmstr. 159 in Kiel-Mettenhof. Interessierte können dort alles finden, was mit Amateurfunk zu tun hat. Eingeladen ist jeder, der etwas zum Kaufen sucht oder zum Tauschen oder Verkaufen anzubieten hat - oder wer einfach nur Freunde und Bekannte treffen und ein wenig fachsimpeln will.

Die kleine Küche bietet wie gewohnt etwas Essbares zu moderaten Preisen an. Niemand muss also verhungern oder verdursten.

Informationen, Anmeldung und Tischreservierung für Aussteller beim Ortsverbandsvorsitzenden Jürgen, DJ9WS, unter der Telefonnummer (04 31) 68 26 48.

(Info von Jürgen, DJ9WS, und Waltraud, DK8LE)


Statement der Relaisarbeitsgruppe Hamburg e.V. zur Relaisabschaltung

Seit dem Nachmittag des 21.11. sind die Hamburger Fonie-Relais nach einer Abschaltung wieder QRV! An dieser Abschaltaktion haben sich weitere zahlreiche Relais im Bereich Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Meistens handelt es sich hierbei auch um Relaisfunkstellen des VFDB e.V. Es sind auch zum jetzigen Zeitpunkt noch einige Relais in DL aus Protest abgeschaltet! Hier nun aber das offizielle Statement der Relaisbetreiber in DL und der Relaisarbeitsgruppe Hamburg e.V.:

Deutschland bald ohne Relaisfunkstellen?
Mit Clubstationen sprechen, Sonder-DOKs erreichen, alte Bekannte treffen und neue Kontakte knüpfen, Relaisfunkstellen machen vieles möglich! Kleine Sendeleistungen und einfache Antennen reichen für Funkverbindungen weit über die Region hinaus. Technische Probleme am Relaisstandort werden so schnell wie möglich behoben, die Relais-Technik und die Relais-Techniker arbeiten zuverlässig Tag und Nacht.

Offenbar ist das alles selbstverständlich, glaubt man, und schließlich war es in der Vergangenheit ja auch so, und deshalb wird es auch in der Zukunft so bleiben! Es sei denn, diejenigen, die Relaisfunkstellen bauen und betreiben, haben es irgendwann einmal absolut satt.

Da gibt es zunächst die Relaisstörer, die wie im Falle des Berliner Relais DBØPI den Verantwortlichen dazu gebracht haben, das Handtuch zu werfen und die Relaisfunkstelle ganz außer Betrieb zu nehmen.

Leider hat es in letzter Zeit meist sehr schlimme Ausmaße auf den Hamburger Amateurfunk-Relais angenommen, dass wir die Relais kurzfristig schon öfter außer Betrieb nehmen mussten.

Weiterhin werden von Funkamateuren Beschwerdebriefe an Ministerien und RegTP verfasst, weil man böswillig unterstellt, die zulässigen 15 Watt ERP könnten bei einigen Relaisfunkstellen überschritten werden. Überflüssige Schreiberei und unsinnige technische Überprüfungen durch den Funkmessdienst fressen auch die Zeit der Relaisbauer und kosten unser aller Geld.

Auf Grund der Beschwerden und Vorkommnisse auf zahlreichen Hamburger Relais, möchten wir mit dieser Abschaltaktion noch auf einige Dinge, die uns wichtig erscheinen, hinweisen.

Jeder Funkamateur, der auf die Ruftontaste drückt bzw. ein SSTV- oder Fax-Bild aussendet, ist verpflichtet, vor Beginn der Aussendung sein Rufzeichen zu nennen. Dies scheint vielen nicht klar zu sein. Verwerflich und vom Gesetz verboten sind Störungen von QSOs oder ständiges Abfragen/Testen von Parametern mit DTMF-Tönen, ohne sein Rufzeichen zu nennen.

Was die Hamburger Relais betrifft, weisen wir darauf hin, dass nicht alle Störungen mutwillig und es wert sind, heiße Diskussionen zu entfachen. Damit wird der Störer nur aufgewertet und motiviert weiter zu stören. Auch wenn man Alkohol oder andere Drogen zu sich genommen hat, sollte ein Betrieb besser unterbleiben. Auch sollte man sich Gedanken machen, ob der Gesprächsstoff für die lauschende Mehrheit überhaupt interessant ist oder man nicht den privaten Plausch auf einer Direkt-QRG durchführen kann. Das gilt insbesondere für Feststationen, denn die Relais sind ja primär für Mobilisten und Handfunker.

Die Relais-Arbeitsgruppe Hamburg e.V hat sich dieser Relais-Abschaltaktion aus Solidarität mit anderen Relais angeschlossen, da die Gründe, die zu dieser Relaisabschaltaktion führten, auch die Relais-Arbeitsgruppe Hamburg e.V betraf. Die Abschaltung richtete sich nicht gegen bestimmte Personen oder gar gegen die RegTP, sondern sie soll in einer deutlichen Form klar machen, wo wir mit den Relais hinsteuern. Eine Ausgrenzung oder Ähnliches ist auch nicht beabsichtigt; dieses ist wohl auch daran zu erkennen, dass es sich hier um eine befristete Abschaltung handelte, in diesem Fall fünf Werktage ohne dem folgenden Wochenende. Am Freitag, dem 21.11., haben wir alle betriebsfähigen Relais wieder eingeschaltet. Ihr könnt auch sicher sein, dass sich diese Aktion in dieser Form nicht wiederholt, denn die nächste Abschaltung könnte eventuell dann endgültig sein.

Der Eindruck, die Relais wurden wegen eines zu niedrigen Spendenaufkommens abgeschaltet, ist nicht richtig, denn egal wie hoch das Spendenaufkommen ist, die Relaisbetreiber haben ihre Relais immer betrieben und ausgebaut, hier ist Bernhard, DL6XB, wohl das beste Beispiel. Im Übrigen sind die Relaisbetreiber dankbar für jede Spende in jeder Höhe, denn was für die Einen 5 Cent sind, sind für den Anderen 50 Cent. Wir wissen, dass in den schlechteren Zeiten, die wir jetzt haben, durch Arbeitslosigkeit usw., nicht mehr so viel Geld zum Verteilen zur Verfügung steht, und so mancher OM kann auch einen Beitrag für den DARC nicht mehr so leicht aufbringen.

Was sind denn nun die wesentlichen Gründe für so eine Abschaltung? Es ist heute nicht mehr so leicht, brauchbare Standorte für den Amateurfunk zu erschließen. Im Zeitalter von Mobilfunknetzen sogar sehr sehr schwer, denn jeder geeignete Standort ist auch ein guter Standort für Mobilfunk.

Diese Tatsache führt nun dazu, dass Standorteigner auch von den Funkamateuren entsprechende Miete haben möchte, dieses sind dann mehrere hundert bis tausend Euro. Eine solche Summe können die Relaisbetreiber nicht mehr aufbringen und solche Summen sind auch nicht über die Verbände zu finanzieren. Deshalb sind wir, und hier sprechen wir jetzt für den Bereich Hamburg, froh, wenn unsere vorhandenen Standorte gesichert und neue hinzu gewinnen können. Dieses ist uns in letzter Zeit auch hervorragend geglückt. So konnte durch Malte, DH4HAM, und Bernhard, DL6XB, der Fernmeldeturm Rosengarten, Hamburg-Lohbrügge und ein Sendemast in Henstedt-Ulzburg, für unsere Relais erschlossen werden. Dieses war mit viel Mühe und Einsatz verbunden. Mit dem entsprechenden Erfolg. Die Eigner fanden das, was wir Funkamateure da machen gut und wollten uns fördern. Diese Förderung kann aber schnell beendet werden, wenn man sich die Betriebstechnik einiger OM anhört, die sich vom CB-Funk der achtziger Jahre, nicht mehr so schnell unterscheiden lässt. Hierdurch können sich sehr schnell Bedenken bei unseren Sponsoren einstellen.

Es geht bei dieser Betriebstechnik auch nicht um Gesprächsinhalte, sondern um die Art, wie Gespräche auf den Relais abgewickelt werden. Zusätzlich zu dieser Betriebstechnik, kommen auch noch penetrante Rülpser, Relais-PTT-Taster und sonstige Störer. Hieraus ergibt sich nun - nicht die Relaisbetreiber schalten die Relais ab, sondern die OM, die mit ihrem Verhalten das Bild über den Amateurfunk prägen. Man sollte auch immer daran denken, das der Amateurfunk in der Öffentlichkeit steht und viele Außenstehende zuhören können.

Neben jedem Störer wohnt auch ein Funkamateur! Wer nichts hört, nichts sagt, nichts sieht, trägt ebenfalls zur zukünftigen Abschaltung der Relais bei. Die Abschaltung der Relais, sollte zeitlich befristet, und die zu erwartenden Auswirkungen in aller Deutlichkeit klarmachen.

Ein Relaisbetreiber hat also am allerwenigsten Interesse daran, ein Relais abzuschalten. In einigen schriftlichen Äußerungen von OM wurde geschrieben, dass der jeweilige Relaisbetreiber es doch ganz lassen soll, ein Relais zu betreiben. Und zwar weil er nicht genug belastbar sein soll, denn andere würden es schon besser machen. Relaisverantwortliche zu finden, ist mittlerweile so schwer wie Standorte zu erschließen oder OVVs für eine Amtsperiode zu gewinnen. Auch mit neuen Clubräumen ist es heute nicht mehr so einfach. Deshalb sollten wir froh sein, dass Hamburg über so viele OM verfügt, die teilweise sogar die Verantwortung für zwei bis drei Relais übernehmen. Relaisfunkstellen sind auch keine Selbstverständlichkeit, denn es sind automatisch arbeitende Amateurfunkstellen, die in der Verantwortung in der eigenen Person gebunden sind.

Viele vergessen dieses gerne und meinen, es gebe einen Rechtsanspruch auf Betrieb dieser Relais. Dieses ist nicht der Fall; AFuG und andere Verordnungen geben dann nichts mehr her. Das Relais steht ausschließlich unter der Verantwortung des Rufzeicheninhabers, und wenn dieser meint, aus welchen Gründen auch immer, das Relais abzuschalten, dann darf er dieses tun.

Der größte Anschlag gegen die Relaisbetreiber in DL hat dann wohl das Fass zum Überlaufen gebracht! Als erstes hat ein OM aus Frust über ein Amateurfunkrelais die RegTP damit beauftragt, die Sendeleistung bei einem 70-cm-Relais überprüfen zu lassen, da seiner Meinung nach das Relais nicht gesetzeskonform betrieben wird. Die RegTP überprüfte daraufhin das Relais, aber ohne eine weitere Beanstandung.

Hier wird gezielt dem Relaisbetreiber das Leben schwer gemacht. Sie müssen zur Überprüfung durch die RegTP zu den Standorten fahren und Zeit und Geld investieren um am Ende das ihnen bekannte Ergebnis zu erfahren.

Unsinnig! Und wer bezahlt diese Einsätze? Die Solidargemeinschaft der Funkamateure in Deutschland, und zwar über die im nächsten Jahr von der RegTP versendeten EMV-Bescheide.

Als sofortige Maßnahme entschloss man sich zur Protest-Relaisabschaltung von zahlreichen Amateurfunkrelais in DL. Dieser Abschaltung haben sich dann immer mehr Relaisbetreiber angeschlossen, so auch die Relais-Arbeitsgruppe Hamburg e.V.

Wir hoffen, Euch mit diesem Beitrag ein paar Hintergrundinformationen geliefert zu haben und warum diese Relaisabschaltaktion nötig war. Ihr habt es zukünftig in der Hand, ob es zu dauerhaften Relaisabschaltungen kommen wird.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch hierüber einmal Gedanken machen und mit positiven Verhalten zu einer Verbesserung in unserem Hobby beitragen würdet. Unser Hobby, der Amateurfunk, soll allen Spaß machen und keinen Frust und Ärger verursachen. Bitte denkt auch einmal daran, dass jeder auf einem Relais nur Gast ist und sich auch als Gast benehmen sollte.

Dieses war eine Information der Relaisarbeitsgruppe Hamburg e.V., auch im Namen vieler anderer Relaisbauer in Deutschland.


Klasse-2-ist-erstklassig-Contest

Die Aktivitätsgruppe Wolfsburg-Gifhorn (AWG) begrüßt alle Funkamateure mit Zeugnisklasse 2 auf der Kurzwelle. Ihnen zu Ehren sowie zur Steigerung der Aktivität auf den Amateurfunkfrequenzen wird folgender Wettbewerb ausgeschrieben.

Alle (ehem.) UKW-Funkamateure sind aufgefordert, die Chance zu nutzen um noch in diesem Jahr auf Kurzwelle QRV werden und ihren DOK zur Verfügung zu stellen. Ggf. kann die Clubstation des Ortsverbandes benutzt werden, falls noch keine eigene Technik vorhanden ist.

Ausschreibung:
Zeitraum: 15.08. bis zum 31.12.2003
Zu arbeitende Stationen: Funkamateure der Klasse 2 (DB, DC, DD, DG) arbeiten alle andere, auch ausländische Stationen.
Funkamateure der Klasse 1 (DF, DH, DJ, DK, DL) arbeiten Funkamateure der Klasse 2.
Austausch: RS(T), DOK und "QSL 100% via büro"
Bänder: 1,8 bis 28 MHz
Betriebsarten: Alle
Punkte: Für jedes QSO 1 Punkt
Multiplikator: Jedes Band, auf dem mindestens 11 QSOs geführt wurden.
Logbuch: Mit üblichen Angaben bis zum 11.01.2004 an den AWG-Contestmanager Rainer Arndt, DL9OE, Lisztstr. 52 in 38518 Gifhorn, gerne auch per eMail: dl9oe@darc.de

Der Sieger erhält den begehrten "AWG-Becher". Ferner gibt es Urkunden für die ersten 11 Plätze.


Rundspruchpause

Der letzte Schleswig-Holstein-Rundspruch dieses Jahres wird am kommenden Montag, 15.12., gesendet. Im neuen Jahr hören wir uns dann wieder am Montag, 05.01., um 20:15 Uhr, - dann allerdings mit einer kürzeren Ausgabe ohne Deutschland-Rundspruch.


Ende des Schleswig-Holstein-RS 50/03 vom 08.12.2003

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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Inhalt 2003 Rundspruch-Archiv