KÖLN-AACHEN-RUNDSPRUCH NR. 17/02 VOM 28.04.2002

Rundspruchredaktion: Dr. Herbert Hüster, DL1ZBP - Redakteur der Woche: Norbert Schiffer, DL2KSN


ÜBERSICHT:


Anton Veith, DL4KV, silent key

Liebe Freunde,
Am 16.04. starb unser Gründungsmitglied Anton Veith im Alter von 71 Jahren nach einer schweren Krankheit. Anton war eines der Gründungsmitglieder des OV Köln-Deutz, G24, am 13.04.1967. Zu dieser Zeit war Anton noch SWL. Schon bald legte er die Lizenzprüfung ab und erhielt das Rufzeichen DL4KV. Während seiner Amateurfunkzeit war Toni zu jederzeit eine Hilfe im Ortsverband. Bei vielen Aktivitäten war Toni mit dabei und unterstützte so die Arbeit im OV. Wir werden ihn nicht vergessen. Toni wurde am 23.04. auf dem alten Kalker Friedhof beigesetzt.


MF-Special Event "100 Jahre Marinefernmeldeschule"

Vom 04.-05.05. strahlt die Marinefernmeldeschule in Kooperation mit der Marinefunker-Runde auf den bekannten Frequenzen unter dem Originalrufzeichen der Marinefernmeldeschule Flensburg-Mürwik "DHJ61" eine einseitige Abschiedsgrusssendung in Morsetelegrafie (Achtung: kein gegenseitiger Amateurfunk) zur Erinnerung an die 100 Jahre Marinefunkgeschichte aus. Die Aussendungen beinhalten Texte aus der Geschichte der Deutschen Marine von damals und heute sowie den internationalen Marinen allgemein.

In den Texten sind die Lösungen enthalten, die später in Form von Quizfragen zu einem Gewinn führen können. Es wird darum gebeten, nur die gestellten Fragen zu beantworten, indem die jeweilige Lösung zur Frage in Kurzform unter Angabe der Quizfragennummer vermerkt wird. Ausgelost werden 1 Schiffsmodel der "Gorch Fock" für den 1. Platz sowie jeweils ein Buddelschiff der "Gorch Fock" für die Plätze 2 und 3. Darüber hinaus sind noch diverse maritime Buchpreise vorgesehen. Als zusätzlichen besonderen Preis für den Gesamtsieger stellt der Befehlshaber der Flotte der Deutschen Marine eine Tagesfahrt auf dem deutschen Minenjagdboot "ÜBERHERRN" vom Marinestützpunkt Olpenitz/Kappeln (nahe Flensburg) aus bereit. Für die Inanspruchnahme dieses Preises ist die körperliche und gesundheitliche Eignung für Seereisen Voraussetzung. Darüber hinaus sind die von der Marine geforderten Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Die Seefahrt findet am 14.08. statt. Die Anreise, Unterbringung vor Ort sowie Mahlzeiten sind nicht in diesem Zusatzpreis enthalten.

Parallel zu den einseitigen Aussendungen wird die Amateurfunk-Clubstation der Marinefernmeldeschule DLØMFS mit dem Sonder-DOK "MF" auf den Begegnungsfrequenzen der MF-Runde in CW sowie SSB aktiv sein. Eine gute Gelegenheit, die obligatorischen Punkte für das neue Jubiläumsdiplom der Marinefunker-Runde und eine Sonder-QSL-Karte zu erhalten.


Rätsel der schwarzen Aurora gelöst

Wenn der Sonnenwind auf die obere Erdatmosphäre prallt, entstehen farbenprächtige Polarlichter. Den umgekehrten Prozess, die so genannte schwarze Aurora, hat ein schwedisch-britisches Forscher-Team jetzt erstmals genauer beobachten können.

Im vergangenen Herbst hatte eine heftige Eruption auf der Sonne für einen ungewöhnlichen Teilchensturm auf die Erde gesorgt, wie er nur dreimal im 11-jährigen Energiezyklus der Sonne auftritt. Von Alaska bis Schweden zauberte dieses solare "Unwetter" farbenprächtige Polarlichter auf den Nachthimmel. Denn die Sonne strahlt nicht nur Licht und Wärme aus, von ihr geht auch ein unablässiger Strom elektrisch geladener Teilchen aus, der Sonnenwind, von der amerikanischen Raumsonde "Mariner 2" 1960 nachgewiesen. Dieser Teilchenstrom aus Protonen und Elektronen schießt mit hoher Dichte durchs All. Erreichen diese die Erde, werden sie durch das Magnetschild der Erde, der Magnetosphäre, abgelenkt. Die symmetrisch verlaufenden Magnetlinien schützen die Erde - aber nicht vollständig. Durch die Wucht des Sonnenwinds wird das Magnetfeld verformt: Auf der der Sonne zugewandten Erdseite wird es zusammengestaucht, in der Nähe der beiden Pole brechen die Feldlinien auf und bilden eine Art Schweif hinter der Erde. An diesen Stellen ist die Magnetosphäre undicht und die geladenen Teilchen gelangen in die oberen Schichten der Atmosphäre, die Ionosphäre, wo sie mit den Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen der Luft kollidieren. Dabei wird Energie frei, die als Licht unterschiedlicher Wellenlänge abgestrahlt wird (Sauerstoffatome: grünes und rotes Licht, Stickstoff: blaues und violettes Licht). Polarlichter entstehen meist in einer Höhe von rund 100 bis 1.000 km.

Weniger bekannt ist die "schwarze Aurora", die "dunkle" Seite der farbigen Polarlichter. Ein seltsames Phänomen, das dunkle Löcher in die schimmernden Nord- und Südlichter reißt. Der abwärtsgerichtete Elektronenstrom kommt nämlich in der Ionosphäre nicht zum Halten. Er wird seitlich abgelenkt und schließlich werden die geladenen Teilchen von einem entgegengesetzten elektrischen Feld wieder ins All geschleudert. So entsteht ein mächtiger Stromkreislauf.

Wie eine Gruppe von Forschern berichtete, konnte mit Hilfe der vier baugleichen Satelliten Rumba, Salsa, Samba und Tango, die die Europäische Weltraumbehörde ESA zur Erkundung der Magnetosphäre ins All entsandt hat, diese merkwürdige Erscheinung genauer als je zuvor erkunden. Anfang des Jahres gelang es den Wissenschaftlern, die vier Satelliten im Abstand von je 100 Sekunden nacheinander eine solche Zone durchfliegen zu lassen und so das Entstehen und das Verschwinden der schwarzen Aurora nachzuvollziehen. Die Beobachtungen zeigten, dass es sich bei der schwarzen Aurora um eine Art Anti-Polarlicht handelt, in dem genau die entgegengesetzten Prozesse ablaufen. Während die drei ersten Satelliten den Energieanstieg bei den nach oben beschleunigten Elektronen registrierten, war das vorbei, als Nummer 4 die Zone passierte. Durch die zeitlich versetzten Daten des Sonden-Quartetts erhielten die Wissenschaftler zum ersten Mal einen Eindruck von der Kurzlebigkeit der elektrischen Strukturen.

Polarlichter sind aber nicht nur optische Phänomene: Immer wieder wird berichtet, dass auch Geräusche zu hören sind. Für die Wissenschaftler ein Rätsel, denn die dünne Luft der Ionosphäre, in der die Aurora entsteht, leitet keine Schallwellen und ist außerdem so weit von der Erdoberfläche entfernt, dass der Schall mehrere Minuten bräuchte, bis er von einem menschlichen Beobachter wahrgenommen werden könnte. Es gibt Vermutungen, dass die Geräusche durch elektrische Entladungen von Objekten am Erdboden hervorgerufen werden könnten, die durch die elektromagnetischen Wellen des Polarlichts aufgeladen werden. Wissenschaftliche Belege für die Sounds of the Aurora gibt es aber noch nicht.

Quelle: Bericht im Internet


Meldungen aus den Ortsverbänden

Aktivitätsabend beim OV Gemünd, G22

Am 01.05. findet der nächste Aktivitätsabend des OV Gemünd, G22, statt. Mitglieder des "Holzhammer-Clubs" treffen sich jeweils am ersten Mittwoch im Monat ab 19:30 Uhr in SSB auf 144,222 MHz. Eingeladen zur Teilnahme an dieser zwanglosen Runde sind insbesondere diejenigen, die noch ein paar Punkte zum Beantragen des "Holzhammers" von G22 brauchen.

VY 73 Werner, DH1PAL

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Vatertags-Fieldday beim OV Jülich, G16

Am 09.05. findet der diesjährige Vatertags-Fieldday in der Eifel am gewohnten Platz beim Forsthaus Jägerhaus an der B399 statt. Um 10:00 Uhr trifft man sich an der bekannten Stelle im Industriegebiet Selhausen zur gemeinsamen Hinfahrt. Gäste sind immer herzlich willkommen. Man trifft sich auf der Frequenz 439,375 MHz, dem Jülicher Relais DBØPQ.

Wir hoffen auf so schönes Wetter und so einen netten Tag wie in den vergangenen Jahren. Daher bitte gute Launen und die Sonnencreme nicht vergessen.

VY 73 de Norbert, DL2KSN

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Ergebnis der Jahreshauptversammlung beim OV Pulheim, G40

Am 19.04. dieses Jahres war auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Pulheim, G40, ein neuer Vorstand zu wählen.

Neuer OVV ist Dr. Bernd Köbele, DL2KBD. Zu seinem Stellvertreter wurde Dieter Schwarz, DG4KAL, gewählt. Kassierer bleibt Werner Hehl, DH3KAB. Die Funktion des Schriftführers wird auch weiterhin von Robert Schäfer, DL2KBK, wahrgenommen.

VY 73 de Bernd, DL2KBD, OVV Pulheim, G40


In eigener Sache

Einladung zum Rundspruchtreffen

Hiermit lade ich alle Rundspruchmitarbeiter zum traditionellen Rundspruchtreffen ein. Das Treffen findet statt am Donnerstag, dem 16.05., ab 19:30 Uhr, in der Kantine des Bundessprachenamtes in Hürth-Hermülheim, Horbeller Str. 52. Neben den Rundspruchmitarbeitern lade ich auch alle Interessenten ein, die sich über die Rundspruchmitwirkung im Distrikt Köln-Aachen informieren möchten.

VY 73, Herbert, DL1ZBP


Ende des Köln-Aachen-RS 17/02 vom 28.04.2002

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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Inhalt 2002 Rundspruch-Archiv