DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 8/98 VOM 05.03.1998

Redaktion: DL9KCE


ÜBERSICHT:


7. TREFFEN DES EMV-ARBEITSKREISES

Am 28.02./01.03. fand das 7. Arbeitstreffen des EMV-Referats des DARC e. V. unter der Leitung von Peter Saffran, DF4JI, in Bebra statt. Vom DARC-Vorstand waren anwesend, Karl Erhard Vögele, DK9HU, Dr. Walter Schlink, DL3OAP, sowie von der technischen Verbandsbetreuung Thilo Kootz, DL9KCE. Die Schwerpunktthemen des Arbeitstreffens der 46 Teilnehmer und Gäste aus allen Distrikten Deutschlands waren unter anderem die AFuV, die Verfügung 306/97, EMV-Beratung in den Distrikten sowie verschiedene technische Spezialthemen. Drei Arbeitsgruppen befaßten sich mit der Zusammenführung bisher erstellter Texte zum Thema des Nachweises des Schutzes von Personen und HSM-Trägern nach der Verfügung 306/97. Hieraus sollen nunmehr DARC-einheitliche Unterlagen entstehen und zwar eine einführende Darstellung, dazu geeignete Folien sowie ein Grundlagenwerk, das allen rechtlichen und technischen Anforderungen für Spezialisten gerecht wird. Erhard Siedowski, DF3XZ, stellte seine aktuelle EMV-Software vor, mit der der Sicherheitsabstand nach der Verfügung 306/97 berechnet werden kann. Die Software ist gegen DM 3,– in Briefmarken bei der Geschäftsstelle erhältlich. Prof. Heinz Scherz, DJ3ON, referierte über die Themen Kalibrierung von HF-Sonden und Aufbau einfacher E- und H-Feld Sonden für den Funkamateur. Genaueres hierzu ist in der CQ DL 4/98 nachzulesen. Das EMV-Referat des DARC e. V. wird sich erstmals in Friedrichshafen mit einem eigenen Info-Stand präsentieren. Alle Mitglieder des EMV-Arbeitskreises, die in Friedrichshafen anwesend sind, treffen sich auf der HAM RADIO am Donnerstag, dem 25.06., um 16:00 Uhr zu einem Meeting. Alle Besucher der HAM RADIO in Friedrichshafen sind recht herzlich zu einem Besuch des Infostandes des EMV-Referats des DARC eingeladen. Das diesjährige Treffen hat gezeigt, daß die Funkamateure mit ihren EMV-Experten in der Lage sind, die EMV-Probleme selbst zu lösen und die EMV-Beauftragten in den Distrikten und an der Basis in der Lage sind, mit Rat und Tat zu helfen. Damit hat die umfangreiche Koordinierung von Beiträgen und Themen einen ersten Abschluß gefunden. Die weiteren Arbeiten werden in kleineren Arbeitsgruppen nach Bedarf fortgesetzt. Hierzu gehören auch, weitere Themen wie die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten und Grundlagenmaterial zur Lösung von EMV-Störfällen. Das nächste Arbeitstreffen wurde auf den 28./29.02.1999 festgelegt.


DAØLF SENDET WIEDER

Die Langwellenstation DAØLF wird einen weiteren Aussendungstest am Sonntag, dem 08.03., in der Zeit von 08:00–11:00 Uhr durchführen. Die Aussendungen beginnen in Slow-CW mit Punktlängen von 20 Sekunden, gefolgt von Aussendungen mit Punktlängen von 0,5 Sekunden. Die Aussendungen beginnen mit einer Ausgangsleistung von 40 W, die halbstündlich um 3 dB verringert wird. Ab 09:30 Uhr wird dann die Geschwindigkeit auf eine Punktdauer von 0,5 Sekunden erhöht und die Ausgangsleistung wieder auf 40 W gesetzt. Der gesendete Text zwischen 09:30 und 11:00 Uhr lautet: „VVV TEST DE DAØLF DAØLF QRA JN49JV“. Er wird laufend wiederholt. Empfangsberichte an Peter Bobek, DJ8WL, sind, wie bisher auch, sehr willkommen. Eine Wiederholung der Aussendungen ist für den 15.03. vorgesehen.


WEITERNUTZUNG DES 6-M-BANDES DURCH SONDERGENEHMIGUNGSINHABER

Herr Link, Referatsleiter für den Amateurfunkdienst in der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, teilte heute offiziell dem Runden Tisch Amateurfunk mit, daß die bisherigen Inhaber einer Sondergenehmigung, die zum 31.12.1997 ausgelaufen ist, das 50-MHz-Band nach den bisherigen Bedingungen der Sondergenehmigung bis zu einer Neuregelung im künftigen Frequenznutzungsplan weiter benutzen können. Dieser Text ist mit der RegTP abgestimmt.


FUNKWETTERBERICHT (04.03. de DL1VDL)

Rückblick: (Woche zwischen 23.02. und 01.03.)
Flux F: 99, 99, 95, 93, 90, 94, 98; 90-Tage-Mittelwert: F(90) = 95;
Sonnenfleckenrelativzahl R: 59, 78, 69, 69, 78, 60, 93.

Vom 24.–27.02. fanden wir bei ruhigem Magnetfeld gute bis sehr gute DX-Bedingungen vor. Beispielsweise war ZL7DK auf 80 m täglich über den kurzen und langen Weg zu hören. Die länger werdenden Tage auf der nördlichen Hemisphäre bescheren ausgedehntere Öffnungen auf den Taglinien. Eine erste, vom SEC Boulder veröffentlichte Analyse des neuen Sonnenfleckenzyklus besagt, daß der Anstieg der Solardaten langsamer erfolgt, als das beim letzten Zyklus beobachtet worden war. Es wird vermutet, daß möglicherweise auch das Maximum niedriger ausfällt.

Vorhersage bis 11.03.:
Die derzeit aktive Region mit der Nummer 8171 wird größer, so daß neben den bisher beobachteten Klasse C-Subflares auch ein M-Flare wahrscheinlich ist. Dann bestünde die Möglichkeit, daß der Flux über 105 Einheiten bleibt. Ansonsten sind Fluxwerte zwischen 90 und 100 vorausgesagt. Der Zustand des Magnetfeldes ist bis zum Wochenende unbestimmt, wobei die Tendenz zu ruhigen Kennziffern geht. Die besten DX-Bedingungen finden wir zwischen 1,8 und 14,35 MHz vor, wobei begehrte Rufzeichen, wie VK9NL und ZK1DI, derzeit auf 3,5 und 7 MHz mit gutem Signal auftauchen.

Orientierungszeiten für Gray-Line DX:
Sonnenaufgang (UTC): ZL7: 17:35; ZL: 17:50; VK2: 19:40; VK6: 22:00; JA: 21:20; KH6: 16:40; KL7: 17:10; ZS: 04:05.
Sonnenuntergang (UTC): W2: ab 22:15; W6: 01:45; KL7: 03:10; PY: ab 21:20; VP8: 23:05; ZS6: 17:00; KH6: 04:25.

Funkwetter kurz erklärt: Aktivitätsgebiete auf der Sonne

Mit den Sonnenflecken, die uns wegen ihres direkten Einflusses auf unser Funkwetter besonders interessieren, sind verschiedene andere Erscheinungen der Sonnenaktivität, wie Protuberanzen und Flares, Fackeln, Plages und Filamente verbunden, die alle von den starken, lokalen Magnetfeldern erzeugt und gesteuert werden, die die Aktivitätsgebiete charakterisieren. Die Bildung eines Aktivitätsgebietes auf der Sonne ist im allgemeinen ein ziemlich rascher Vorgang und braucht etwa zehn Tage bis es seine volle Größe erreicht. Wenn der erste magnetische Fluß von unterhalb der Photosphäre aufzutauchen beginnt, erscheint ein kleines helles Gebiet, ein Plagegebiet, vom französischen Wort für Strand abgeleitet. Kurz danach beginnen sich meist Sonnenflecken zu bilden, deren Zahl und Größe in den folgenden Tagen rasch zunimmt. Protuberanzen und Flares können folgen bis gewöhnlich nach zwei bis vier Wochen alle Flecken wieder verschwinden, es sei denn, es ist eine besonders große Gruppe.


Ende des Deutschland-RS 8/98 vom 05.03.1998

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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