DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 44/91 VOM 08.11.1991


ÜBERSICHT:


KARL-HEINZ MOLS, DL9ME, NICHT MEHR PEILREFERENT DES DARC

Mit Beschluß vom 05.10. hat der Vorstand des DARC den bisherigen Peilreferenten des DARC, Karl-Heinz Mols, DL9ME, von seinem Amt entbunden.

In einem Schreiben an DL9ME erklärte der 1. Vorsitzende des DARC, Günther Matz, DJ8BN, daß der Vorstand dem Antrag von DL9ME auf Bestätigung als Peilreferent für weitere fünf Jahre nicht entsprechen könne.

DJ8BN dankte DL9ME für die gegenüber dem Club geleistete Arbeit und bedauerte, daß die Referatsreform zu diesem Ergebnis geführt habe.

Nach Angaben von DJ8BN wird der Vorstand so schnell wie möglich einen neuen Peilreferenten ernennen.


CEPT-LIZENZ IN UNGARN

Ungarn hat am 10.10. die CEPT-Lizenz eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt wendet das Land die CEPT-Empfehlung T/R 61-01 an. Dies geht aus einem Schreiben der ungarischen Fernmeldebehörde an das Bundesministerium für Post und Telekommunikation hervor. Damit ist ab sofort allen Inhabern einer CEPT-Lizenz erlaubt, in Ungarn Amateurfunkbetrieb durchzuführen. Als Rufzeichen ist das eigene Call mit vorangestelltem Präfix HA/ zu verwenden. Bei Mobilstationen ist der Zusatz /m anzuhängen, in allen anderen Fällen der Zusatz /p.

Es wird erwartet, daß die Zoll- und Polizeibehörden in Ungarn inzwischen entsprechend unterrichtet sind.


ERTEILUNG VON AMATEURFUNKGENEHMIGUNGEN BEI ERLOSCHENEN DDR-AMATEURFUNKGENEHMIGUNGEN

Funkamateure der ehemaligen DDR, deren Amateurfunkgenehmigung vor dem 02.10.1990 erloschen war, können einen Antrag auf Erteilung einer Amateurfunkgenehmigung stellen. Dazu ist der Nachweis über die ehemalige Genehmigungsklasse zu erbringen. Dies geht aus der Verfügung 229/1991 hervor, die im Amtsblatt 58/91 des Bundesministers für Post und Telekommunikation veröffentlicht wurde.

Wenn der Antragsteller selbst nicht in der Lage ist, den Nachweis zu erbringen, kann eine Genehmigung nur dann erteilt werden, wenn dem Bundesamt für Post und Telekommunikation beweiskräftige Unterlagen zur Verfügung stehen. Dies können z.B. Altakten der Außenstellen des BAPT sein.

Eine Genehmigung kann nur dann erteilt werden, wenn der Antrag innerhalb von zehn Jahren nach Erlöschen der Genehmigung gestellt wird. Wenn diese Frist überschritten wird, ist nur noch eine Neuerteilung nach erfolgreich abgelegter Prüfung möglich.


ILLEGALE KETTENBRIEFE MIT GEFÄLSCHTER DARC-RAUTE

Der DARC erhielt Kenntnis von Kettenbriefen. In ihnen wird zum Versand von Geldbeträgen an bestimmte angegebene Adressen aufgefordert. In der linken oberen Ecke ist der Brief mit der DARC-Raute versehen.

Der DARC legt Wert auf die Feststellung, daß er Briefe solcher Art weder unterstützt noch toleriert. Es handelt sich vielmehr um eine illegale Verwendung der DARC-Raute.


WEITERE NASA-ASTRONAUTEN BESTEHEN LIZENZPRÜFUNG

In den USA haben die Astronauten Brian Duffy und David Leestma ihre Amateurfunklizenzprüfung in der Technican-Klasse bestanden. Beide werden an einem für Mai 1992 geplanten Flug der Raumfähre Atlantis teilnehmen. Dabei ist FM-Sprechfunkverkehr im 144-MHz-Bereich vorgesehen.


NEUE RUFZEICHENPRÄFIXE IN JAPAN

In Japan werden derzeit Rufzeichen mit den Landeskennern 7K bis 7N zugeteilt. Nachdem auf der Insel Kanto sämtliche Rufzeichenreihen mit einer "1" ausgegeben worden sind, erhalten Neulizenzierte dort Rufzeichen mit den Präfixen 7K2 bis 7N2, 7K3 bis 7N3 und 7K4 bis 7N4.


NEUER KNOTENRECHNER BEI DBØBOX IN NÜRNBERG

Wie bereits in der vergangenen Woche gemeldet, ist seit Anfang Oktober bei DBØBOX in Nürnberg ein neuer Knotenrechner installiert.

Das Referat für Bild- und Schriftübertragung weist noch einmal auf die Einstiegsfrequenzen der angeschlossenen Digipeater hin. DBØABH ist auf 438,075 MHz und DBØBOX auf 438,150 MHz zu erreichen, während bei DBØRT die Einstiegsfrequenz auf Kanal R61 liegt. Die Linkstrecken zwischen diesen digitalen Relaisfunkstellen arbeiten im 23-cm-Band.


NEUN NEUE AUSSENSTELLEN DES BAPT NEHMEN IHREN BETRIEB AUF

Am 01.11. haben folgende Außenstellen des Bundesamtes für Post und Telekommunikation ihren Wirkbetrieb aufgenommen: Braunschweig, Detmold, Hannover, Itzehoe und Leer. Am 01.12. folgen die Außenstellen Karlsruhe, Köln und Lübeck sowie am 01.01.1992 Saarbrücken.

Die Abnahme von Amateurfunkprüfungen und die Erteilung von Amateurfunkgenehmigungen wird im Westen übergangsweise von den bisher zuständigen Oberpostdirektionen, Bereich Telekom, wahrgenommen. Diese Regelung gilt voraussichtlich, bis die Außenstellen des BAPT durch die neue Durchführungsverordnung zum Amateurfunkgesetz zu diesen Aufgaben ermächtigt werden.


NEUER VFDB-ORTSVERBAND IN FRANKFURT/ODER

Am 02.11. wurde in Frankfurt/Oder ein neuer Ortsverband des VFDB gegründet. Anläßlich der Distriktsversammlung Brandenburg des DARC in Frankfurt/Oder fand ein VFDB-Treffen statt. Die elf anwesenden VFDB-Mitglieder entschlossen sich spontan zu einer Gründungsversammlung.

Der Geschäftsführer des VFDB, Günter Schupp, DL6IM, hatte die Möglichkeit einer Gründung zuvor mit dem Vorstand des VFDB abgeklärt und dessen Zustimmung erhalten. So übermittelte DL6IM als Versammlungsleiter dem neugegründeten Ortsverband und den gewählten Vorstandsmitgliedern die Glückwünsche des VFDB-Vorstands.

Der Ortsverband Frankfurt/Oder des VFDB erhält den DOK Z86, der ab 01.12. verwendet wird.


FUNKWETTERBERICHT (05.11. de DJ2RE)

Mit dem Verschwinden ausgedehnter aktiver Gebiete hinter dem Westrand der Sonnenscheibe hat sich seit Monatsanfang die Magnetik merklich beruhigt. So vermag sich nun das jahreszeitgemäße Ansteigen der F2-Grenzfrequenz durchzusetzen. Auf dem 10-m- und 6-m-Band hat sich die Fernausbreitung bereits gebessert. Besonders zu erwähnen ist die weite Öffnung des 6-m-Bandes in Richtung Mittel- und Südamerika, die am 02.11. stattfand.

Zur gleichen Zeit ließen die solaren und geophysikalischen Meßwerte keinerlei Besonderheiten erkennen. Dies ist ein erneuter Hinweis auf die begrenzte Aussagekraft einzelner Tageswerte hinsichtlich der Ausbreitungsbedingungen.

Die weiteren Aussichten: Sonnenfleckenrelativzahl und 10-cm-Strahlung werden weiter zurückgehen. Am 04.11. waren beide Größen bis auf 140 und 177 Einheiten abgefallen. Gleichzeitig ist eine Beruhigung der Magnetik und ein Anstieg der F2-Grenzfrequenz, maximal bis über 14 MHz zu erwarten.


Redaktion: DK5JI


Ende des DL-RS Nr. 44/91 vom 08.11.1991

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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Inhalt 1991 Rundspruch-Archiv