DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 41/75 VOM 14.12.1975


BONN

Unter dem 05.12. teilt das BPM mit: Als Voraussetzung für die Weiterentwicklung der automatischen Verteilung der Postsendungen gilt in der Postanschrift künftig folgende Reihenfolge: Empfänger, Straße (bzw. Postfach), darunter mit etwas Zwischenraum, aber nicht unterstrichen die vierstellige Postleitzahl und Ortsbezeichnung, dazu ggf. die Bezeichnung des Zustell-Postamtes. Alle Zeilen beginnen links mit gleicher Fluchtlinie; die Postleitzahl wird also nicht mehr herausgestellt. Bei Häusern mit vielen Wohnungen sollte hinter der Hausnummer der Zusatz "W" mit der Nummer des Hausbriefkastens stehen.

Die Deutsche Bundespost hofft, daß ihre Kunden bald die neue Anschriftenweise verwenden, obwohl die alte vorläufig nicht beanstandet wird. Den Funkamateuren wird diese Regelung für den QSL-Karten-Druck zum Angleich an internationale Verhältnisse nur recht sein.


SPEICHER

Ein großer weißer Fleck auf der OV-Wandkarte ist durch die Gründung des DARC-Ortsverbandes Südeifel kleiner geworden. Wir wünschen dem neuen Ortsverband mit dem DOK K31 ein gutes Gedeihen.


WOLFSBURG

Das Heft 10 des Steinbergbriefes/Niedersachsen-MB's ist im Druck und wird Anfang Januar 1976 an alle Bezieher ausgeliefert. Es kann bestellt werden durch Überweisung von DM 3,50 auf das Konto des Distrikts Niedersachsen -Sonderkonto, PSchA Hannover Nr. 395977-301.


KASSEL

Ab Dienstag, dem 02.02.1976, wird von DL3JK auf 3,73 ± QRM jeweils dienstags und freitags wieder ein Morselehrgang abgestrahlt. Dieser Morselehrgang auf dem 80-m-Band läuft bis zum 06.07.1976. Nähere Einzelheiten werden in der cq-DL bekanntgegeben.


LONDON

Dr. E. J. Allaway, G3FKM, bisheriger "Executive Vice-President" der RSGB wurde als Präsident für das Jahr 1976 gewählt und soll um 23.01. sein Amt offiziell übernehmen. G3FKM ist eifriger CW-Operator und FOC-Mitglied. In der Radio-Communication redigiert er die DX-Meldungen "The month on the air".


GREENVILLE

Wie Ham Radio Report feststellt, besteht geringe Aussicht dafür, daß die Restrukturierung des Lizenzwesens in den USA (siehe cq-DL November, S. 657) wie geplant zum Jahresende 1975 abgeschlossen sein kann. Realistischer sind Termine wie Frühjahr oder Sommer 1976.

Große Anstrengungen werden unternommen, die langen Wartezeiten bei der Lizenzausgabe nach Amateurfunkprüfungen, die in schlechten Zeiten sechs bis acht Wochen betragen, abzubauen. Die FCC hofft, den Funkamateuren in den USA als Weihnachtsgeschenk die künftige sofortige Mitnahme der Urkunden nach der Prüfung - wie bei dar Deutschen Bundespost üblich - bescheren zu können.


WASHINGTON

Für OSCAR 8 sucht die AMSAT noch dringend Solarzellen. Fertige Sonnenzellenplatinen würden 40.000 US$ kosten, bei Selbstzusammanbau immer noch die Hälfte. Noch hofft man, daß noch Restbestände aus nicht fortgeführten Raumforschungsprogrammen für OSCAR 8 aufgespürt werden können.


WASHINGTON

Die FCC hat mit Wirkung vom 14.11.1975 folgende neuen Frequenzzuweisungen an den Amateurfunkdienst in den USA inkraft gesetzt.

Lesen Sie dazu bitte in dar cq-DL 12/1975, Seite 755 ff.

Diese Bänder sind in den USA allerdings dem Amateurfunkdienst nur auf sekundärer Basis zugewiesen, soweit der primäre Dienst, der Ortungsfunkdienst nicht gestört wird. - Darüber hinaus dürfen US-Funkamateure die in der VO Funk der ITU nicht vergebenen Frequenzen über 300 GHz benutzen. Die Begründung dafür lautet:

"Da nicht angenommen wird, daß in absehbarer Zukunft Geräte für den Betrieb auf Frequenzen über 300 GHz zur Verfügung stehen, haben weder die lTU noch das US-Amt für Fernmeldewesen oder die FCC hier irgendwelche Zuweisungen in Vorschlag gebracht. Statt dessen sind wir unserer bisherigen Praxis gefolgt, den Funkamateuren den Betrieb auf diesen nicht zugewiesenen Frequenzen zu gestatten."

1912 erschienen den Professionals und den kommerziellen Funkdiensten die Wellen von "200 Meter und darunter" in gleicher Weise unbrauchbar. Die QST Dezember 1975 schließt daran die Frage: "Soll der Amateurfunk die Herausforderung annehmen, "300 GHz und darüber" gleichfalls einer nutzvollen Verwendung zuzuführen?"


NEWINGTON

Bis zum 30.09.1975 wurden rund 22.700 Mitglieder im DX Century Club - DXCC - gezählt. Die QST Dezember 1975 enthält eine Liste mit rund 5.000 Rufzeichen, deren Inhaber das DXCC-Diplom oder Endorsements dazu in den letzten zwei Jahren erworben haben. Davon waren 1.739 in Fone, 3.168 gemischt in CW und Fone. Im letzten Jahreszeitraum wurden etwa 1.060 DXCC-Diplome vergeben, fast 90 pro Monat.


HEILIGENHAUS

Kennt Ihr das cw-speed-certificat (CWSC)?

Zur Förderung der Telegrafie im Amateurfunk stiftet der Deutsche Amateur-Radio-Club, Distrikt Nordrhein, dieses Diplom, das von jedem lizenzierten Funkamateur und von jedem SWL erworben werden kann. Für das CWSC strahlt DLØXX an jedem ersten Samstag im Monat außer im Juli und August um 16:00 GMT auf ca. 3.510 kHz in verschiedenen Geschwindigkeiten einen Text in CW aus. Es werden je 3 Minuten Texte im Tempo 50, 75, 100, 125, 150, 175 und 200 BpM gesendet. In jeder Geschwindigkeitsgruppe sind maximal 3 Fehler zulässig. Für 50 BpM erhält man das Grunddiplom, für jedes weitere Tempo einen Sticker. Mit der Versicherung, keine zusätzlichen Hilfsmittel bei der Aufnahme benutzt zu haben, ist der handgeschriebene Text mit einem formlosen Antrag, einem IRC, an den Auswerter einzusenden. Nach erfolgter Überprüfung erhält der Antragsteller Nachricht über Erlangen des Diploms und der Sticker. Gleichzeitig wird ihm die Höhe der Diplomgebühr genannt. Für SWLs ist das Diplom kostenlos.

Anträge sind zu richten an: OM Diethelm Burberg, DJ2YE, Postbox 100 510 in D-4020 Mettmann.

An jeden Samstag um 15:00 GMT sendet DLØXX auf 3.510 eine Morseübungssendung, Die Übung wird mit Tempo 60 gesendet und dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Die Übung besteht aus drei Teilen: Ankündigung mit Begrüßung - Text - Verabschiedung.

Wird der Text an DJ2YE eingesandt, dann kann ebenfalls das CWSC-Grunddiplom erlangt werden. Falls der Text richtig aufgenommen wurde. Auch hier muß der original-handgeschriebene Text eingesandt werden.


PITCAIRN

Einer der populärsten DX-Amateure ist Tom Christian, VR6TC, der gern mehr QRV wäre, aber an die wenigen Betriebsstunden des örtlichen Generators gebunden ist, der zudem öfter für längere Zeit gänzlich ausfällt. W6HS, Dr. Charles "Mert" Moser, bemüht sich nun, unter den DX-Clubs der Weit 2.500 US$ für einen eigenen Generator für VR6TC aufzubringen. Eine solche Hilfe erscheint in dar Tat nützlicher, als Spendenaufrufe für Vorzugs-QSOs und -QSLs für zweifelhafte Sandbank-Expeditionen.


WASHINGTON

John Johnston, K3BNS, der am 29.09. als Nachfolger des weltbekannten Prose Walker sein Amt als Chef der FCC "Amateur- und Citizen-Abteilung" angetreten hat, möchte nach einem am 01.10. gegebenen Interview das Amateur-Lizenzwesen in den USA eher vereinfachen, als neue einschränkende Bestimmungen erlassen. Nach seinen Worten steht der Amateurfunk der USA bei der FCC in dem Ruf, bezüglich des Verantwortungsbewußtseins, seiner Selbstkontrolle und der gegenseitigen Erziehung am wirksamsten unter den Funkdiensten zu sein.

John Johnsten war seit 1972 in verschiedenen Ämtern in der FCC tätig, nachdem er zuvor als Elektro-Ingenieur bei Entwicklungs- und Forschungsaufträgen bei bekannten Industrieunternehmen gewirkt hat. Der 48jährige Funkamateur der Extra-Klasse interpretiert sein Rufzeichen mit K 3 "Bolts, Nuts, Screws" - und "To make bolts and nuts" ist im Amerikanischen soviel wie "Nägel mit Köpfen machen". Mitarbeiter im Amt trauen ihm durchaus zu, Pläne zur Restrukturierung des US-Amateurfunkwesens noch vor Jahresabschluß vorzulegen.


KIEL

Alle Gemeinschaftsantennen, die vor dem 01.04.1975 in Betrieb genommen wurden, fallen unter wesentlich vereinfachte Übergangsbestimmungen, wenn ihre Anmeldung bis 31.12.1975 beim zuständigen Fernmeldeamt erfolgt. Das teilt die Bundespost mit. Als Gemeinschaftsantennen gelten alle Antennen für zwei Wohneinheiten und mehr. Die Post weist darauf hin, daß jede Gemeinschaftsantenne eine Funkanlage ist, die nach dem Fernmeldeanlagengesetz nicht ohne Genehmigung errichtet und betrieben werden darf.


Reprint: DC7XJ


Inhalt 1975 Rundspruch-Archiv