DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 7/73 vom 18.02.1973

Redaktion: K. Schellmann, DL1VT


VELBERT  – Fuchsjagd-Seminar

Die Distrikte Ruhrgebiet und Nordrhein beabsichtigen, am 14./15.04. ein Fuchsjagd-Seminar durchzuführen. Sinn und Zweck des Seminars soll sein, Fuchsjagd-Interessenten Gelegenheit zur Vorbereitung auf die Deutsche Fuchsjagdmeisterschaft zu geben. Während des Seminars finden zwei Wettbewerbe statt, bei denen die Teilnehmer Punkte für das Fuchsjagd-Diplom erwerben können. Verpflegung und Unterkunft erhalten die Teilnehmer in der Jugendherberge Duisburg-Wedau, deren Tagesräume ebenfalls zur Verfügung stehen. Die Anreise kann schon am 13.04. erfolgen. Die Veranstalter haben den Personenkreis auf 30 festgesetzt. Aus diesem Grunde ist es wichtig, daß Interessenten sich so schnell wie möglich anmelden. Fuchsjagd-Interessenten aller Distrikte sind herzlich eingeladen.

Wettbewerbe:

Treffpunkt für beide Wettbewerbe ist die Jugendherberge Duisburg-Wedau. Verantwortlich für das Seminar und die Wettbewerbe ist OM Karl Taddey, DL1PE, der auch die Anmeldungen entgegennimmt.


KIEL

Die rumänische Amateurfunkorganisation FRR, Federatia Romana de Radioamatorism, lädt die Amateurfunkverbände der Donau-Anliegerstaaten wiederum ein, am Telegrafiewettbewerb um den Donaupokal teilzunehmen, der vom 01.–06.12. in Bukarest durchgeführt werden soll. Jeder Verband soll dazu zwei Funksportler und einen Betreuer entsenden. Kosten der Unterbringung und Verpflegung werden von der FRR getragen, An- und Abfahrt gehen zu Lasten der Teilnehmer. Interessenten, die sich berufen fühlen, den DARC im Telegrafie-Wettbewerb zu vertreten, werden gebeten, sich mit der Angabe der Qualifikation möglichst umgehend beim Auslandsreferat zu melden. Die FRR hat Antwort noch für Monat Februar erbeten.


KONSTANZ

Das UKW-Referat des DARC lädt alle Distrikts-UKW-Referenten des DARC zu einer Arbeitstagung im AFuZ Baunatal ein. Beginn am 24.03. um 16:00 Uhr, Ende am 25.03. mittags?.

Themen: 2-m-Bandplan für Relaisfunkstellen / Planung der 70-cm-Relaisfunkstellen / ATV – SSTV / Einheitliche technische Daten für Relaisfunkstellen / Verlegung des 2-m-SSB-Subbandes / RTTY-Relaisfunkstellen / Satellitenfunk / Technik allgemein / Verschiedenes.

Das UKW-Referat bittet noch einmal die Verantwortlichen der Relaisfunkstellen, die angeforderte Karte mit eingezeichnetem Versorgungsbereich ihres Relais, soweit nicht schon geschehen, zu erstellen und dem UKW-Referat schnellstens zukommen zu lassen. Die gleiche Bitte ergeht an die Verantwortlichen für die Baken.


LAHR

Bekanntlich wird die Deutsche Fuchsjagd-Meisterschaft am 29.04. in Lahr/Schwarzwald ausgetragen. Die Ausschreibungen hierfür, sowie für den am Vortage, dem 28.04. stattfindenden Mobil-Wettbewerb stehen nun zur Verfügung und können mit frankiertem und adressiertem Rückumschlag vom OV Lahr, DOK A07, Anschrift: ....., angefordert werden. Besonders zu erwähnen ist, daß jeweils im Anschluß an die offiziellen Fuchsjagdwettbewerbe auf 2 und 80 m auch eine sog. Gästeklasse außer Konkurrenz gestartet wird. Damit haben „Newcomer“ und OM, die nur aus Interesse und zum körperlichen Training mitmachen wollen, auch Gelegenheit, ihre eigene Leistung unter Wettbewerbsbedingungen zu testen.

Besitzer von Fuchsjagd-Empfängern für das 2-m- oder 80-m-Band, die selbst an der Deutschen Fuchsjagd-Meisterschaft in Lahr/Schwarzwald nicht teilnehmen können, werden zur Förderung dieser Sportart gebeten, ihre Geräte an Teilnehmer, die selbst über keine Empfänger verfügen, leihweise bereitzustellen. Zur Vermittlung stellt sich der OV Lahr gerne zur Verfügung.


KIEL – Information, Das Abenteuer der Nachrichtentechnik

ist ein sehr informatives Buch von Johann Augustin, dem Entwicklungsleiter der SEL für Fernschreib- und Datenverarbeitungstechnik. Er schildert darin den Werdegang der drahtgebundenen und der drahtlosen Nachrichtentechnik bis zum Stand von 1972. Nebenher erfährt man aus diesem Buch, daß es sowohl das Verdienst des Samuel Finley Breese Morse war, den Telegrafen und die Telegrafiemethode populär zu machen. Er war aber weder der eigentliche Erfinder des Verfahrens noch des Telegrafie-Alphabetes. Morse wollte nur ein- bis dreistellige Zahlen übertragen.

Der Hamburger Telegrafeninspektor Friedrich Clemens Gerke, der die optischen Schiffsmeldetelegrafen auf dem Elbe-Schiffahrtsweg durch Morsegeräte ersetzte, ist der eigentliche Schöpfer des heute international verwendeten Telegrafier-Alphabetes.

Aufgrund dieses Systems entschloß sich 1849 die preußische Telegrafenkomission, dem Morseschreiber den Vorzug zu geben, weil die Morseschrift aufzeichenbar und damit dokumentierbar war.

1850 gründeten die Königreiche Preußen, Bayern, Österreich und Sachsen den DOeTV, den deutsch-österreichischen Telegrafenverein. Der DOeTV legte das Gerke’sche Telegrafier-Alphabet als Einheitssystem fest, beschloß aber, es zur Würdigung der Verdienste Morses zur Propagierung des Verfahrens Morsealphabet zu nennen. Auf Einladung des Kaisers Napoleon III. gründeten 20 europäische Länder 1865 in Paris die ITU, damals die Internationale Telegrafen-Union, die das Gerke’sche Morsealphabet als Betriebssystem übernahm. Mit der ständigen Erweiterung dieser internationalen Behörde, die heute 143 Länder als Mitglieder zählt, hat das Gerke’sche Morsealphabet die ganze Welt erobert.


MÜNCHEN – 23-cm-Verbindungen beim VHF/UHF-Wettbewerb 03./04.03.

Die UHF-SHF-EME-Station DL8AQA in Einsbach bei München ist am Sonntag, dem 04.03., während der Contestzeit auf 23 cm für normale Verbindungen QRV.

Standort 25 km nordwestlich München, QTH-Kenner FI57f, Höhe 535 m ü. NN. Antenne: horizontal und vertikal drehbar 3-m-Parabolspiegel auf einem 14 m hohen Stahlmast. Sender: ca. 100 W HF auf 1296 MHz, QRG 1296,01 MHz.

Absprachen für Verbindungen können am Contesttag (nur Sonntag) auf 70 cm QRG: 432,085 oder 432,175 MHz oder unter Telefon ..... getroffen werden.


BERLIN - Berliner ARTOB-Start geplant

Westberliner Funkamateure beabsichtigen, demnächst einen Amateurfunk-Transponder am Ballon aufsteigen zu lassen. Das Gerät wird 70-cm-Signale aus dem Bereich zwischen 432,00 und 432,20 MHz in den Bereich zwischen 145,30 bis 145,50 MHz ohne Seitenbandumkehr umsetzen. Die Ausgangsleistung des Transponders wird 0,5 W HF betragen. Der Start soll an einem Wochenende im Frühjahr 1973 erfolgen. Der Ballon kann eine Gipfelhöhe bis 40 km erreichen und wird deshalb Verbindungen zwischen Funkamateuren in allen europäischen Ländern ermöglichen. Nähere Auskünfte erteilt der Erbauer OM Claus Neie, DL7QY, ......


Ende des Deutschland-RS 7/73 vom 18.02.1973

Abschrift und Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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